Pumpe-Düse-Einspritzsystem

Der Einspritzdruck ist ein zentrales Kriterium beim Dieselmotor. Hoher Druck erzeugt ein optimales Spraybild im Brennraum, mit ihm läuft der Zündvorgang schneller und homogener ab. Die effizientere Verbrennung erhöht die Leistung, senkt den Verbrauch und reduziert die Schadstoffe. 1999 erlebte die Pumpe-Düse-Einspritzung bei Audi ihre Premiere – der 1.4 TDI erhielt seinen Kraftstoff unter vollen 2.050 bar Druck zugeteilt. Über jedem seiner drei Zylinder saß eine eigene Einheit, welche die Pumpe und die Düse integrierte. Die Nockenwelle betätigte mit einem speziellen Nocken einen Rollenkipphebel, der den Pumpenkolben beaufschlagte. Er erzeugte im Inneren der Pumpe einen Druck, der bis zur Einspritzdüse hydraulisch auf mehr als 2.000 bar verstärkt wurde. Eine aufwändige Steuerung über Magnetventile ermöglichte eine Voreinspritzung. Audi setzte die Pumpe-Düse-Einspritzung bei seinen Drei- und Vierzylindermotoren ein, sie lief 2008 aus.