Variable Turbinengeometrie

Die ersten Turbolader an den TDI von Audi hatten noch starre Leitschaufeln – 1995 führte die Marke beim 1.9 TDI mit 81 kW (110 PS) die verstellbare Turbinengeometrie auf der Abgasseite ein. Die VTG-Technologie ermöglichte einen harmonischen und agilen Aufbau des Drehmoments schon bei wesentlich niedrigeren Drehzahlen. Wenn der Fahrer im unteren Drehzahlbereich kräftig Gas gibt, werden die Schaufeln flach gestellt. Dadurch wird der Eintrittsquerschnitt in das Turbinengehäuse kleiner, was das Abgas zwingt, mit höherem Tempo einzuströmen und außen auf die Schaufeln zu treffen. Das Turbinenrad dreht sich schneller, die geförderte Menge an Frischluft steigt, der Ladedruck wird spontan aufgebaut. Mit zunehmender Abgasmenge oder einem geringen Ladedruckbedarf werden die Leitschaufeln steiler gestellt. Der Eintrittsquerschnitt vergrößert sich, die Abgase strömen langsamer, und das Turbinenrad dreht sich langsamer; der Ladedruck und die Turbinenleistung bleiben annähernd konstant.