Verteiler-Einspritzpumpe – Axialkolben und Radialkolben

Die Verteiler-Einspritzpumpe – präzise formuliert: die Axialkolben-Einspritzpumpe – war jene Technologie, mit der Audi den TDI in die Serie brachte. Sie war ein kompaktes Bauteil, das über einen Zahnriemen von der Kurbelwelle angetrieben wurde. Als zentrale Komponente diente ein Kolben mit Steuerschlitzen , der den Kraftstoff unter Hochdruck an die Einspritzleitungen verteilte. Die sogenannten Zweifeder-Düsenhalter öffneten die Düsennadel in zwei Stufen, erst mit kleinem, dann mit großem Hub. Die Axialkolben-Einspritzpumpe baute bis zu 900 bar Druck an den Düsen auf, in der Evolutionsstufe von 1994 kam sie auf rund 1.000 bar. Beim V6-TDI von 1997 stellte Audi auf die sogenannte Radialkolben-Einspritzpumpe um. Sie folgte einem ähnlichen, aber aufwändigeren Arbeitsprinzip und erzielte zunächst 1.500, später bis zu 1.850 bar Druck an den Düsen. Ihre Einspritzmengen lagen zwischen zwei Kubikmillimeter bei der Voreinspritzung und 50 Kubikmillimeter, etwa einem Tropfen Treibstoff, bei Volllast.